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Der Maremmano als Arbeitshund

Probleme und Lösungsansätze

Kein Hund wird als perfekter Schutzhund geboren. Prägung und Erziehung spielen hier eine entscheidende Rolle. Aber auch das allein ist nicht ausschlaggebend. Die genetische Veranlagung die der Hund in sich trägt, ist genau so wichtig.

Aber auch andere äussere Einflüsse können die Hunde stören oder aus dem Konzept bringen. Der Hirte ist trotz Schutzhund, oder gerade deswegen, zusätzlich gefordert und mit neuen Problemen konfrontiert.

 

Probleme   Lösungsansätze
     
Die Hunde haben einen zu ausgeprägten Spieltrieb oder sogar einen Jagdtrieb und stressen die Lämmer.   Junge Hunde, besonders morgens und abends, beobachten und konsequent korrigieren, gegebenenfalls eine Zeit lang separieren. Gute Prägung und Erziehung führt meist zum Erfolg.
Hier kann entgegengewirkt werden, indem die Welpen in eine bestehende Hundegruppe aus erwachsenen und halberwachsenen Tieren integriert werden.
     
Der Hund ist nicht Schaftreu, er versucht sich auf den Hirten zu konzentrieren oder entfernt sich von der Herde.   Hunde nie ausserhalb der Herde füttern.
Keinen 'menschlichen' Kontakt zu den Hunden aufbauen, jeweils nur kurz begrüssen.
     
Läufige Hündinnen stellen oft ein Problem dar.   Am besten sind Konstellationen mit 1 Hündin und weiteren Rüden. Zwei oder noch mehr Hündinnen geben oft Probleme.
Hündin nicht separieren, sondern die Rüden, da es sonst bei der Wiedereingliederung Probleme geben kann.
     
Hunde separieren neue Herdentiere.   Neue Schafe sollten zu Beginn separat eingepfercht werden um sich an die Schutzhunde zu gewöhnen.
     
Krankheitsübertragungen, wie Hunde- oder Schafbandwurm.   Konsequente Entwurmung von Schafen und Hunden zusammen.
Hunde und Schafe im Räudebad behandeln.
Keine Hunde integrieren, die nicht untersucht wurden (Kotuntersuchung, Quarantäne).
     
Ablenkung durch Geräusche und Hundegebell bei zu nahen Zivilisationsgebieten
(besonders in der Schweiz ein Problem).
  Hunde an die Geräuschkulissen gewöhnen,
z.B. Radio im Winterstall und andere Massnahmen.
     
Störungen durch Wanderer, Biker, Jogger und Trekking mit Stöcken.   Warntafeln aufstellen und Informieren.
     
Zu wenig Akzeptanz in der Bevölkerung durch Unwissenheit, Angst oder Ignoranz.   Warntafeln aufstellen,
Informationsbroschüren verteilen, Zusammenarbeit suchen mit Fremdenverkehrsverbänden und Touristikbüros.